Einführung
Ein thermischer Gasmassenstrommesser Das Messgerät basiert auf dem Prinzip der thermischen Diffusion und kann den Massenstrom eines Gases direkt messen. Sein Hauptvorteil liegt in der Ermittlung von Standard-Volumen- oder Massenströmen ohne zusätzliche Temperatur- und Druckkompensation. Dadurch eignet es sich besonders für die Messung von Gasen in Rohrleitungen mit großem Durchmesser und bei niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten. Dieser Artikel erläutert seine Funktionsweise, wichtigsten Merkmale, Anwendungsgebiete und Vorteile.
Funktionsprinzip
Ein thermischer Massenstrommesser besteht aus zwei Teilen: einem Sensor und einer Signalverarbeitungs- und Steuereinheit. Ein Teil des Sensors misst die Temperatur, der andere dient der Heizung. Der Sensor überwacht die tatsächliche Prozesstemperatur; die Heizung hält eine konstante Temperatur aufrecht, die stets über der tatsächlichen Prozesstemperatur liegt und eine konstante Temperaturdifferenz aufweist. Je größer der Gasmassenstrom, desto größer der Kühleffekt und desto höher die Energie, die zur Aufrechterhaltung der Temperaturdifferenz benötigt wird. Daher lässt sich der Massenstrom des zu messenden Gases durch Messung der Heizleistung bestimmen.
Hauptmerkmale
- Messung des Massenstroms oder Volumenstroms von Gas
- Bei genauer Messung und einfacher Bedienung ist im Prinzip keine Temperatur- und Druckkompensation erforderlich.
- Breiter Messbereich: 0,5 Nm/s bis 100 Nm/s für Gas. Das Messgerät kann auch zur Gaslecksuche eingesetzt werden.
- Gute Vibrationsfestigkeit und lange Lebensdauer. Keine beweglichen Teile und kein Drucksensor im Messumformer, daher kein Einfluss von Vibrationen auf die Messgenauigkeit.
- Einfache Installation und Wartung. Sofern die Gegebenheiten vor Ort dies zulassen, kann der Zähler per Heißanschluss installiert und gewartet werden. (Sonderanfertigung auf Bestellung)
- Digitales Design, hohe Genauigkeit und Stabilität
- Konfiguration mit RS485- oder HART-Schnittstelle zur Realisierung von Fabrikautomation und -integration.
Produktanwendungen
- Druckluft
- Erdgas in Heizräumen oder Trocknern
- Kohlendioxid in Brauereien
- Biogas und Belüftung in Kläranlagen
- Generative Gase (wie Argon, Stickstoff, Kohlendioxid, Helium, Sauerstoff)
- Gasleckerkennung
Vorteile
- Zeigt die Masseneinheit an
- Extrem breiter Messbereich
- Direkter Relaisausgang verfügbar
- Extra großer Durchmesser, Direkteinstecktyp für sparsamen Einsatz
- Mehrere Installationsmöglichkeiten
- Anpassbare Temperaturanzeige
Nachteile
- Kann nicht mit Lithiumbatterie betrieben werden; die Leistung reicht nicht aus.
- Kann nicht mit 24 V betrieben werden; benötigt ein separates Netzteil
- Kann nicht bidirektional messen; kann nur unidirektional messen
- Kann nicht unter Vibrationsbedingungen verwendet werden
- Die Genauigkeit liegt unter 1 %.
- Lautstärkeeinheiten können nicht angezeigt werden
- Begrenzt durch vordere und hintere Rohrleitungen
Abschluss
Thermische Gasmassenstrommesser eignen sich aufgrund ihrer direkten Messung, ihres großen Messbereichs, des geringen Druckverlusts und ihrer hohen Zuverlässigkeit ideal für die Gasdurchflussmessung, insbesondere bei großen Durchmessern, niedrigen Durchflussraten und im Gashandel. Ihr erfolgreicher Einsatz hängt jedoch maßgeblich von der Kontrolle der Gaszusammensetzung, der Reinheit und den Installationsbedingungen vor Ort ab.